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Das wars mit den ständigen Unterbrechungen

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Hast du mal kurz eine Minute?

Sicherlich hat dich auch schon ein Kollege mit dieser Killerfloskel beglückt. Ob gut gemeint oder schlecht gemacht, hat es aber sicher nicht nur die eine Minute gedauert. Sei es einer Verplantheit oder der schwere des Anliegens geschuldet, so ist auf jeden Fall sicher: du wurdest aus deinem Rhytmus gekickt.

Synapsenalarm

Das ganze kann bei einer höheren Regelmässigkeit dazu führen, dass deine Liste der erledigten Dinge zum Feierabend enttäuschend kurz geblieben ist und dein Synapsen die Temperatur des Erdkerns locker toppen können.
Dann willst du nur noch erledigt nach Hause, ohne Ross und Reiter zur Rede gestellt zu haben.

Was ist passiert? Ob nun aus falsch gelebter moralischer Selbstverpflichtung jedem helfen zu wollen oder dem bekannten Sprachfehler nicht „Nein“ sagen zu können, du hast es in der Hand. In der Hand, deinen Dampfkessel auf Regeltemperatur zu halten, bevor dein Sicherungskasten mit zusammengekniffenen Pobacken Selbstmord begeht.

Also was kannst du tun? Die Frage ist hier schlicht: Wie gehst du mit solchen ständigen Unterbrechungen um?

Freizügigkeit

Diese Art des Zeit-Wegfuttern-Lassens hast du oft selbst zu verantworten, weil es sich eingeschliffen hat, dass man aufgehört hat die Kollegen in Sachen Kommunikation zu disziplinieren. Das hört sich jetzt unglaublich nach „Fräulein Rottenmeier“ von Heidi an, aber was ist damit gemeint?
Die Freizügigkeit, die du anderen auf dem Silbertablett servierst, werden diese sich auch nehmen. Dabei hast du das Recht hierbei die kommunikative Handbremse zu ziehen. Und wie das?

Emails

Das beste Mittel nicht zeitkritische Anliegen an dich heranzutragen sind Emails. Die kannst du in deinen Tag passend zur Bearbeitung einbauen. Prüfe deshalb bewusst, was man dir einfach nur leidenschaftslos vor die Füsse kippen will, und halte deinen Kollegen an nicht zeitkritsche Anliegen nur noch via Mail an dich zu richten.

Telefon

Wenn eine dringlichere Klärung ansteht darf der Gegenüber gerne via Telefon auf dich zukommen. Aber denke immer daran, du entscheidest darüber, ob du das Telefon jetzt abnimmst. Vielleicht stellst du es für eine konzentrierte Arbeitsphase sogar vorrübergehend ab.

Gespräch

Wenn die Hütte brennt oder es schriftlich einfach zu kompliziert oder missverständlich wird, geht nichts über ein persönliches Gespräch. Auch ein wichtiges Thema kann erst zu einem festen, späteren Termin geordnet geklärt werden.

Verschiebung

Prinzipiell gibt es nicht allzuviele Dinge, die sich nicht ordentlich auf einen späteren Zeitpunkt schieben lassen. Biete deinem Gegenüber einen späteren Klärungstermin an. Wenn dieser Zeitpunkt nicht klar abgrenzbar ist, kannst auch du die Initiative übernehmen und mit einem klassischen „Kann ich hierzu nachher auf dich zukommen?“ reagieren. Wichtig hierbei ist, dass es nicht bei einer Killerphrase bleibt, sondern du dich tatsächlich wiedermeldest, sonst avancierst du schnell zum Schwätzer.

Beschäftigt

Es kommt sicherlich auch einmal vor, dass du in dem Moment schlicht keine Zeit hast. Der Andere muss sich in diesem Moment mit einem klaren „Ich habe jetzt keine Zeit!“ begnügen. Nicht versuchen, sich verbissen zu rechtfertigen. Wenn es so ist, ist es so. Die Welt hat sich auch bereits vor deiner Geburt gedreht und wird es auch nach deinem Abtreten weiterhin tun. Also nicht zwanghaft den Weltenretter spielen.

Adressat

Fragst du dich auch immer, ob du tatsächlich der richtige Adressat für das Anliegen bist? Nicht selten nimmst du jeden Krempel an, weil man eben dich und niemand anderen gefragt hat. War wahrscheinlich auch am einfachsten so. Wenn das Anliegen also eigentlich nicht auf deinen Tisch gehört, darfst du es in aller Form von dort weitersegeln lassen nach dort wo es hingehört. Vergiss den Weichspüler, denn häufig landen Dinge bei dir, weil du ja immer „so dolle Ideen hast“, was man mit Katastrophen am besten macht, und als „Firmenurgestein“ ja auch schon so lange dabei bist und so viel Erfahrung hast. Nicht alles, was man kann, muss man auch annehmen!

Tür

Wenn du zu den Glücklichen gehörst, die eine Bürotür ihr eigen nennen dürfen, dann benutze sie. Klar, Lüften ist wichtig, aber ständig Tür offen sorgt nicht selten auch dafür, dass die dicke Luft erst bei dir landet. Bei konzentriertem Arbeiten Tür zu heißt „Ich kann jetzt nicht gestört werden“, bei offener Tür „Komm rein, ich bin ansprechbar für deine Anliegen“.

Regeln

Für die Leute, denen eine gewisse Selbstdisziplin nicht so leicht von der Hand geht, kann man gerne auch eine Mail mit seinen eigenen kommunikativen Umgangserwartungen durchschicken. Klar – Lesbar – Verständlich. Selbst schon gemacht und unglaublich wirkungsvoll.

Ich höre dich schon sagen „Ja bei uns in der Firma geht sowas nicht“ und ich sage dir hierzu: „Eine gesunde Kombination hieraus reicht schon aus, um deinen Tag besser zu steuern und geht in JEDER Firma“. Es sei denn, du arbeitest in einem Maulkorbverleih, was ich jetzt mal ausschließe.

Also dann, wie kämmst du demnächst in deiner Firma die kommunikativen Locken gerade, damit dein Tag dein Tag bleibt?

Foto: Clark Kent von Nanagyei [CC BY 2.0]

-Dieser Artikel nimmt an der Blogparade „Mein bester Artikel 2014“ auf Die Kellerbande mit Herz und Seele teil-

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